04.06.2009 Monatstasting am 4. Juni 2009 weiter lesen

Nur fünf Formate sind z.Z. von der alten kubanischen Zigarrenmarke Juan Lopez lieferbar, von denen die Selección No. 2 am bekanntesten ist.

 

Grund genug, uns in unserem Juni-Tasting einer anderen aus dieser Produktion zu widmen. Wir nahmen die Selección No. 1 unter die Lupe, und die Corona Gorda bot uns eine gute Stunde lang ein Rauchvergnügen.

 

Unsere „Zigarre des Monats" stammte aus einem 25er Cabinet mit dem Produktionscode TMO - April 2007. Das feine bis mittelmäßige Deckblatt wies bei einigen Testern ein paar wenige Verletzungen und bei anderen große grüne Flecken im Colorado auf. Auch die Rollung fühlte sich zum Teil weich und gleichmäßig, bei anderen dagegen fest und ungleichmäßig an. Vor dem Anzünden verströmte der Tabak einen Hauch von Gras und Vanille. Beim Zugverhalten benahm sich die Selección No. 1 dann sehr unterschiedlich: Unsere Tester kommentierten sowohl einen schwierigen, als auch guten und einen zu leichten Zug.

 

Unabhängig vom Alter unserer Test-Zigarre, gilt die Marke Juan Lopez traditionell als und dennoch aromatisch. So entwickelte auch unsere Selección No. 1 bei den ersten Zügen nur einen leicht süssen, dann aber salzigen und bitteren Geschmack. Als mittelmäßig bis vollmundig beurteilten die Tester den Körper des Rauchs. Das Aromenvolumen wurde eher als mittelmäßig und darunter beschrieben. Von der anfänglichen Süße schmeckten die Teilnehmer ab dem zweiten Drittel nur noch wenig. Die Rede war von Aromen wie Heu und Gras, feuchte Erde und Holz, Pfeffer und Minze, also eine wenig komplexe Zigarre. Nach einem leichten ersten Drittel nahm die Stärke bis zum Ende leicht zu. Zwischen drei und fünf Zentimeter hielt die regelmäßig gemaserte Asche.

 

Ihre Festigkeit (Collazo-Effekt) stuften unsere Teilnehmer als mittel ein. Am Ende herrschte bei der Bewertung Einigkeit. Die Selección No. 1 erhielt von den Testern die Note 0,5 auf unserer Skala von -2 bis +2. Alle hielten die Zigarre für „etwas besser als guten Durchschnitt", aber für eine höhere Bewertung hatten ihnen Aromenvolumen und Komplexität nicht ausgereicht. Schwerer war da schon das Potenzial der 143 Millimeter langen Zigarre mit dem 46er Ringmaß bei einer weiteren Reifung zu beurteilen. Eher nichst für den Lagerhumidor.

 

Wer es ausprobieren will, erhält die Zigarre bei uns einzeln zu je 9 Euro oder im 25er Cabinet.

 

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