KULTUR // Zigarrenwissen Folge 2: Altdeutscher Schnitt

Einige unserer Kunden nennen den Kerbschnitt scherzhaft „altdeutscher Schnitt“. Tatsächlich ist der Kerbschnitt aus der Mode gekommen. Er eignet sich zumal für heute gerne gerauchte größere Ringmaße überhaupt nicht. Die Regel beim Abschneiden einer Zigarren ist nämlich die: die Öffnung am Kopf der Zigarre sollte in etwa der Öffnung am Fuß, dem Brandende der Zigarre, entsprechen. Diese Regel sorgt für optimalen Zug – jedenfalls dann, wenn die Zigarre nicht „verknallt“ ist. 

Um eine Zigarre ordnungsgemäß anzuschneiden, bedarf es eines guten und vor allem scharfen Cutters. Wer ihn nicht ständig mit sich führt, der bewegt sich aus unserer Sicht an den Rändern der Zivilisation. 

Eine Ausnahme bilden höchstens die Kubaner – sie öffnen die Zigarre schlicht und ergreifend mit den bloßen Zähnen….
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