Events

Glück gehabt: Anfänger gewinnt unser Pokerturnier.   Wir betonen ja immer wieder gern, dass Pokern kein Glücks- sondern ein Geschicklichkeitsspiel ist. Ansonsten würde die Spitze der weltbesten Spieler schließlich nicht immer von den gleichen Profis angeführt. Bei unserer jüngsten Kombination von „Pokern und Zigarren" allerdings bewies gerade der prominenteste unter unseren 16 Gästen, dass das Glück bei diesem Spiel dennoch alles entscheiden kann. Brandenburgs Finanzminister Rainer Speer saß am 26. Juni bei uns das erste Mal an einem Pokertisch und entschied am Ende die Runde für sich.   In ihrer gewohnt lockeren Art hatten unsere Poker-Profis Björn Schürmann und David Thieme eine Einführung in die Grundstrategien des Texas hold\'em gegeben. Dazu gehörten auch ein paar Umgangsformen, wie diese: Asche und Gläser gehören nicht auf den roten Filz der Spieltische. „Learning by doing" ist ansonsten die oberste Devise der beiden, die tagsüber als Steuerberater und Anwalt tätig sind. So gelang ihnen schnell, selbst anfangs zögernde Erst-Anfänger in den Bann des Spiels zu ziehen. An zwei Tischen wurden dann gut dreieinhalb Stunden Chips verloren und wieder gewonnen, es wurde geblufft, um dem Gegner die Güte des eigenen Blattes nicht zu verraten, und natürlich wurden Churchills von Hoyo de Monterrey zum Bordeaux geraucht.   Bei einem Turnier entschied sich später, wer die für diesen eher kurzen Spiel-Zeitraum Besten an jedem Tisch sind. Weniger überraschend als der Sieg von Rainer Speer waren die Chip-Berge von Alexander Waldmann, der beim Pokern schon einige Routine hat.   Beide wurden von uns mit einem der neuen durchsichtigen und gefüllten Tubos von Partagas belohnt, die mit einem Befeuchtungssystem und Bohrer ausgestattet sind.   
Unsere VIP-Tour zum Habanos Day 2009 n Unser Habanos Day begann schon um 6 Uhr morgens vor unserer Casa del Habano Berlin.   Als die 19 Teilnehmer unserer Smokers-Tour zum diesjährigen Treffen der Havanna-Liebhaber am 20. Juni in Unsleben den Bus bestiegen, war die erste Zigarre des Tages nur noch wenige Minuten entfernt. In den tiefen Lederpolstern des VIP-Gefährts von Pivotti konnten wir uns von da ab entspannt zurücklehnen und genießen, denn selbst wenn unsere Fahrt durch einen Stau gebremst worden wäre: Ohne uns hätte der Habanos Day um 13 Uhr nicht starten können. Schließlich hatten wir fünf VIP-Gäste des Events an Bord.Da war zum einen der Alleinimporteur kubanischer Zigarren nach Deutschland und damit der Gastgeber des Habanos Days: 5th-Avenue-Chef Heinrich Villiger aus der Schweiz. Nach einem Politiker-Termin am Donnerstagabend hatte er seinen Aufenthalt in Berlin einfach verlängert, um mit uns und unserem Genuss-Bus nach Unsleben zu reisen statt mit einem engen Firmenwagen von Waldshut-Tiengen aus.   Mit Simon Chase von Hunters & Frankau und Colin Ganley vom European Cigar Cult Journal hatten wir außerdem zwei der Hauptreferenten aus London in unserem Bus, die die Seminare über die Geschichte der Habanos-Marken und die Reifung von Zigarren halten sollten.Selbst die kubanische Diplomatie ging mit uns auf die Reise. Der Handelsrat der Botschaft in Berlin, Roberto Infante, war mit seiner Frau Maria eingestiegen. Gut, dass Bus-Vermieter Uwe Pivotti als besonderer Freund unserer Casa Berlin und von „Zigarren Herzog am Hafen" für uneingeschränktes Rauchvergnügen und mit Herrn Riese für einen tabakfreundlichen Fahrer gesorgt hatte. Denn kaum hatten wir wenige Augenblicke nach der Abfahrt die Autobahn erreicht, wurden die ersten Runden Juan Lopez Seleccion No. 2, Kaffee und Rum ausgeteilt. Dabei erzählte uns Heinrich Villiger, dass Tabak in irischen Geschäften mittlerweile schon hinter einem Vorhang versteckt werden muss, dass es Bestrebungen nach einem generellen Rauchverbot gebe, weil nun angeblich sogar die nach Tabak duftende Kleidung von Rauchern wie auch von Passivrauchern Giftstoffe verbreiten würde, und dass seine 5th Avenue mit der Preiserhöhung zum 1. Juli lediglich einer Preiserhöhung folgt, die die Kubaner bereits vor Monaten umgesetzt hatten.   Eine Doppelcorona später verriet uns Heinrich Villiger von einem geheimen Treffen, das er in der vergangenen Woche mit Fidel Castros ältestem Sohn Fidelito bei etlichen Gläsern sündhaft altem und damit sündhaft teurem Scotch Single Malt in Stuttgart hatte. Ob es beim Fall des Embargos in den USA dann die Partagas plötzlich zwei Mal und aus verschiedenen Ländern geben könnte, war eine Frage. Ja, meinte der „Zigarren-Baron", und versuchte für uns ein wenig Licht ins undurchsichtige Markenrecht zu bringen. Und so ganz nebenbei bewies Heinrich Villiger seinen Sitznachbarn hin und wieder seine große Liebe zu Motorrädern, deren Hersteller und Bauart der 79-Jährige im Vorbeifahren allein am Sound erkannte. Eigentlich, so bemerkte Heinrich Villiger, esse er ja nur sehr wenig zum Frühstück. Beim Büfett in unserer Bus-Küche machte er eine Ausnahme. Kein Wunder, denn was unsere Reise-Teilnehmer da an Buletten, Schnitzeln, Käsehäppchen, Kuchen und Brot mitgebracht hatten, war zumeist selbst zubereitet. Und es war zum Glück üppig bemessen: Denn spannend wie das Programm des Habanos Days fanden einige der anderen Teilnehmer auch unseren Genuss-Bus und hatten wie etwa Luzia Granacher, Herrin über das millionengroße Zigarren-Lager bei 5th Avenue, nichts gegen einen Schnitzel-Brötchen-Snack in unserer parkenden VIP-Lounge einzuwenden.   Um es kurz zu machen: Die Flaschen mit dem etwas älteren Rum waren bereits auf der Hinfahrt ausgetrunken, die Dreijährigen mischte unser Mojito-Meister Christian Krendl auf der Rückfahrt noch mit Eis, Minze und Limetten. Das versüßte die Abschieds-Zigarren ein wenig. Denn eines ist klar: Ohne unsere Smokers-Bus-Tour hätte uns das Zigarren-Treffen in Unsleben nur halb so viel Spaß gemacht. Deshalb endete für uns der Habanos Day 2009 auch nicht um Mitternacht mit dem Gala-Dinner auf dem Wasserschloss, sondern gut 18 Stunden später mit dem Halt unseres Busses vor unserer Casa.   Simon Chase und Colin Ganley reisten übrigens terminbedingt mit dem Flugzeug über Frankfurt nach London zurück. Auch Heinrich Villiger stieg für die Strecke in seine Schweizer Heimat in ein Firmenauto, nicht ohne sich am Abend noch einmal zu melden und zu betonen, wie sehr er die Reise mit uns Genießern genossen hat. Vielleicht versucht er auch deshalb, trotz seiner vielen Verpflichtungen bei unserem Hafen-Geburtstag am 4. Juli dabei zu sein.    
Es war das 186. von weltweit nur 1000 Büchern, das die Kubaner im vergangenen Jahr mit der Cohiba Sublimes Extra gefüllt hatten.   Auch bei uns war die Rarität deshalb schnell verkauft, bis auf eine Box, die wir absichtlich für ein Tasting „De Luxe" zurückgehalten hatten. Damit konnten wir 20 unserer Kunden die Chance geben, eine dieser seltenen Zigarren zu rauchen, ohne gleich den Box-Preis von 1300 Euro zahlen zu müssen. Am 12. Juni „schlachteten" wir das Buch aus der Habanos Coleccion 2008.   Schon kurz nach dem Anzünden der Sublimes Extra wurde unseren Testern klar, mit welchem Kaliber wir es hier zu tun hatten. „Ich schwebe gerade auf einer Wolke über Kuba", „etwas Vergleichbares habe ich noch nicht geraucht" und „das ist wie Weihnachten" - so versuchten die Teilnehmer ihr Geschmackserlebnis in Worte zu fassen. Die 184 Millimeter lange Zigarre mit dem 54er Ringmaß glänzte schon im Aussehen mit einem seidig bis feinen und damit „mehr als perfekten Deckblatt" in einem satten colorado claro. Als perfekt beschrieben unsere Tester auch die Rollung und Verteilung der Luftkanäle. Die Zigarre verströmte einen starken angenehmen Geruch nach Leder, Zeder und einem Hauch von Kuhstall, der auch kurz und treffend mit „echt lecker" kommentiert wurde.   Das gleiche Urteil galt für den dezent süßen und wenig salzigen Geschmack bei den ersten Zügen. Diese Zurückhaltung gab die Zigarre aber rasch auf und zeigte ihre wahre Seele. Mit einem vollmundigen Körper des Rauchs und einem großzügigen bis sogar berauschenden Aromenvolumen gewann der Genuss vor allem im letzten Drittel immer mehr an Stärke. Erdnahe Aromen, aber auch Nuancen von Lakritz, Pfeffer und Walnuss waren zu schmecken. Eine solche Steigerung von einem eher leichten ersten bis zu einem so nikotinstarken dritten Drittel hatten wir noch nicht erlebt. Ein Genuss war es auch zu sehen, wie sich die gleichmäßige Maserung der hellgrau bis weißen Asche bildete, die bis zu sechs Zentimeter hielt. Entsprechend der perfekten Rollung konnten wir eine hohe Festigkeit (Collazo-Effekt) bescheinigen.   Nach so viel Schwärmerei über den Genuss unserer Sublimes stellten wir uns am Ende vor allem eine Frage: Reicht unsere Bewertungsskala mit maximal +2 für diese Zigarre aus? Zu gern hätte wenigstens einer unserer Tester eine +3 verteilt, dennoch einigten wir uns auf die bestmögliche Note. Von all unseren Tastings war die Sublimes Extra damit die beste Zigarre, die wir je geraucht haben. Nachdem uns die kubanische Rarität mit gut zwei Stunden Genuss beschenkt hatte, wollten wir etwas zurückgeben und versteigerten das nun leergerauchte Buch.   Der Erlös kommt dem Kinderkrankenhaus „William Soler" in Havanna zugute, das wir schon seit Jahren mit medizinischer Technik unterstützen. Das jüngst dorthin gespendete Gerät für Nierentransplantationen hat inzwischen schon mehreren Kindern das Leben gerettet. 270.- Euro brachte die Versteigerung!   Vielen Dank an Dr. Erik Wiegräfe, dem Spender, der das Krankenhaus übrigens bereits aus eigener Anschauung kennt und weiss, dass das Geld gut angelegt ist.  
Der ins Heute versetzte und szenisch präsentierte Tschechow-Monolog "Vom Schaden des Tabaks" bildet den Rahmen für eine bunte Mischung von Texten zum Thema "Rauchen".
Der Habanos Day 2009, welcher am 20. Juni 2009 im Wasserschloss Unsleben stattfindet, rückt näher und die Vorfreude darauf steigt.   Zigarren Herzog am Hafen organisiert eine Reisegruppe, um an diesem Raucherevent teilzunehmen. Um unsere Vorfreude auf dieses Event noch weiter zu steigern, wollen wir uns gemeinsam auf unsere Reise einstimmen. Unsere Gruppe fährt in einem „Raucherbus" zum Habanos Day 2009.Dieser Bus, gestellt von Pivotti VIP Service Berlin, soll der bestausgestattete Bus Berlins sein - einige Details: 28 Ledersitze mit Kopfkissen, Armlehnen mit Wurzelholzdekor, 6 Konferenztische, abgedunkelte Scheiben, Espressomaschine, Eiswürfelbereiter, Geschirrspüler...   Am Samstag, den 23. Mai 2009, wird Herr Uwe Pivotti persönlich in der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr mit dem Bus vorfahren, uns diesen vorstellen und mit uns die Fahrt planen.Diesen Moment können und wollen wir nutzen um den Bus gleich „einzurauchen". Wir würden uns sehr freuen Sie in dieser Zeit bei Zigarren Herzog am Hafen,Stralauer Allee 9 (im Osthafen) in 10245 Berlin begrüssen zu dürfen.   Es besteht darüber hinaus auch die Möglichkeit sich bei diesem Termin für diese Fahrt bei uns anzumelden, einige Hotelzimmer sind noch geblockt.    
Nur fünf Formate sind z.Z. von der alten kubanischen Zigarrenmarke Juan Lopez lieferbar, von denen die Selección No. 2 am bekanntesten ist.   Grund genug, uns in unserem Juni-Tasting einer anderen aus dieser Produktion zu widmen. Wir nahmen die Selección No. 1 unter die Lupe, und die Corona Gorda bot uns eine gute Stunde lang ein Rauchvergnügen.   Unsere „Zigarre des Monats" stammte aus einem 25er Cabinet mit dem Produktionscode TMO - April 2007. Das feine bis mittelmäßige Deckblatt wies bei einigen Testern ein paar wenige Verletzungen und bei anderen große grüne Flecken im Colorado auf. Auch die Rollung fühlte sich zum Teil weich und gleichmäßig, bei anderen dagegen fest und ungleichmäßig an. Vor dem Anzünden verströmte der Tabak einen Hauch von Gras und Vanille. Beim Zugverhalten benahm sich die Selección No. 1 dann sehr unterschiedlich: Unsere Tester kommentierten sowohl einen schwierigen, als auch guten und einen zu leichten Zug.   Unabhängig vom Alter unserer Test-Zigarre, gilt die Marke Juan Lopez traditionell als und dennoch aromatisch. So entwickelte auch unsere Selección No. 1 bei den ersten Zügen nur einen leicht süssen, dann aber salzigen und bitteren Geschmack. Als mittelmäßig bis vollmundig beurteilten die Tester den Körper des Rauchs. Das Aromenvolumen wurde eher als mittelmäßig und darunter beschrieben. Von der anfänglichen Süße schmeckten die Teilnehmer ab dem zweiten Drittel nur noch wenig. Die Rede war von Aromen wie Heu und Gras, feuchte Erde und Holz, Pfeffer und Minze, also eine wenig komplexe Zigarre. Nach einem leichten ersten Drittel nahm die Stärke bis zum Ende leicht zu. Zwischen drei und fünf Zentimeter hielt die regelmäßig gemaserte Asche.   Ihre Festigkeit (Collazo-Effekt) stuften unsere Teilnehmer als mittel ein. Am Ende herrschte bei der Bewertung Einigkeit. Die Selección No. 1 erhielt von den Testern die Note 0,5 auf unserer Skala von -2 bis +2. Alle hielten die Zigarre für „etwas besser als guten Durchschnitt", aber für eine höhere Bewertung hatten ihnen Aromenvolumen und Komplexität nicht ausgereicht. Schwerer war da schon das Potenzial der 143 Millimeter langen Zigarre mit dem 46er Ringmaß bei einer weiteren Reifung zu beurteilen. Eher nichst für den Lagerhumidor.   Wer es ausprobieren will, erhält die Zigarre bei uns einzeln zu je 9 Euro oder im 25er Cabinet.  
Esplendidos im Test: Zu große Erwartungen an eine teure Cohiba Wie groß die Erwartungen an den Geschmack einer der teuersten Zigarren von Cohiba sein können, zeigte unser Tasting am 2. April.   Wir, d. h. zwölf Teilnehmer/innen rauchten eine Esplendido mit dem Boxing-Code PLM Dezember 2006 und wurden überrascht. Von der Teuersten von Cohiba hatten wir mehr Aromenvolumen erhofft.Unsere Testzigarren zeigten sich mit einem coloradofarbenen Deckblatt, das eine feine bis mittelmäßige Struktur aufwies. Bei einigen waren die weißen, stecknadelkopfgroßen Flecken zu entdecken, die bei der Wiederbefeuchtung des Tabaks nach dem ersten Trocknen entstehen können.   Da die 25er Kisten für die Esplendidos großzügig bemessen sind, war an den Zigarren keine Pressung erkennbar. Die Rollung war durchweg fest und in wenigen Fällen unregelmäßig. Da hatte dann der „Kopf" der Zigarre eine üppigere Füllung mit Tabak als der hintere Teil. Vor dem Anzünden verströhmte die Puro einen leichten angenehmen Geruch nach Cacao und Caramel. Bis auf ganz wenige Startschwierigkeiten bewies die Zigarre dann ein perfektes Zugverhalten. Sie schmeckte vordergründig süß mit leichten bitteren, salzigen und pikanten Noten.Doch nach diesen ersten Zügen begann die Enttäuschung für unsere Tester. Den Körper des Rauchs beschrieben die meisten mit „sehr dünn" und nur wenige mit „vollmundig". Vor allem als „mittelmäßig" und sogar „arm" wurde das Aromenvolumen kommentiert, nur wenige urteilten mit „großzügig". Die Bestimmung der Aromen fiel deshalb schwer. Zu Beginn dominierten bei der Zigarre die eher diffusen Aromen wie Heu, Gras und ein wenig Moos. Später setzten auch Nuancen von trockenem, schwarzem Cacao, Moschus und Muskat ein. „Der klassische Cohiba-Geschmack, aber dünn", meinte einer unserer Tester.   Die Komplexität der Aromen war allenfalls polar bis mittelmäßig. Da fehlte die Prägnanz.Bei der Rauchdynamik kam die Esplendidos in allen Dritteln über eine mittlere Stärke nicht hinaus. Die Asche zeigte die typische hell-dunkelgraue Maserung und blieb ohne Abknickungen. Sie hielt bei einigen bis zu 5 Zentimetern und konnte wegen ihrer hohen Festigkeit ganz leicht aufgespießt werden, ohne zu zerfallen (hoher Collazo-Effekt). Am Ende befanden die meisten unserer Tester die Esplendidos als „nicht ganz befriedigend". „Ich hab\' da viel mehr erwartet", war die häufigste Meinung. Schuld daran könnte vor allem die überdurchschnittlich hohe Erwartungshaltung sein, die eine Cohiba und noch dazu die teuerste unter ihnen erzeugt.   Vielleicht wäre deshalb unsere Gesamtnote mit einer 0 auf unserer Bewertungsskala zwischen -2 und +2 bei einer Blindverkostung ein wenig besser ausgefallen.    
Die Lesungen von Matthias Keidtel bei uns sind schon Tradition.   Aus seinem ersten Roman „Abgetaucht" zitierte er ebenso in unserer Casa del Habano wie aus den ersten Kapiteln zu seiner Holm-Trilogie, noch bevor das erste Buch davon erschienen war. Vor zwei Monaten kam sein zweiter Holm-Roman „Das Leben geht weiter" auf den Markt. Die letzte Station seiner Lese-Tournee führte den Schriftsteller, den das Magazin TIP als „Woody Allen aus der Gropiusstadt" feiert, am 6. Mai zu uns in den Hafen.   Ein Abend, den Matthias Keidtel besonders genoss: Vielen Zuhörern gefiel der neue Roman so gut, dass sie gleich eines der Bücher kauften und signieren ließen. Vor allem aber: Es war für Keidtel die einzige der 23 Lesungen zu seinem aktuellen Buch, bei der er rauchen konnte. Deshalb hatten wir dann auch einen besonderen Begleiter für die zwei Stunden voller skurriler Alltagsgeschichten ausgewählt: eine sechs Jahre alte Le Hoyo des Dieux von Hoyo de Monterrey aus dem 50er Cabinet. Doch bevor sich Matthias Keidtel an seinen Lesungs-Tisch setzte, hatte er Zeit für eine andere Zigarre, und wir hatten Gelegenheit, ihn beim Rauchen ein wenig auszufragen.   Was rauchen Sie gern, Herr Keidtel?   Im Moment eine Partagas D4, aber sonst am liebsten eine Bolivar Royal Corona. Eine Zigarre ist wie ein Mini-Lagerfeuer, wo die Leute drum herum sitzen und Geschichten erzählen. Bei mir geht es auch um Geschichten, und deshalb rauche ich auch bei der Arbeit zu Hause.   Raucht Ihre Romanfigur auch?   Ja, aber nur im ersten Roman „Ein Mann wie Holm". Da raucht und arbeitet er in einem Zigarrenladen... Kenner werden gewisse Ähnlichkeiten zwischen dem Inhaber des Ladens in den Geschichten und Maximilian Herzog feststellen. Kenner wissen ja auch, dass ich von April 1998 bis August 2000 in der Casa del Habano gearbeitet habe. Deshalb war dort vor elf Jahren auch meine erste Lesung.   Ihre Roman-Figur Holm ist arbeitslos, lebt mit 38 Jahren wieder bei der Mutter in seinem alten Kinderzimmer und hört Reinhard Mey. Wie sind Sie auf einen solchen Anti-Helden gekommen?   Ich habe eine Grundfreude an skurrilen Persönlichkeiten, und es steckt natürlich auch etwas von meinen eigenen Seltsamkeiten drin. Die Grundidee ist wie ein Trampolin: Beim Springen ergeben sich immer wieder neue Geschichten aus unserem Alltag. Daraus habe ich eine humorvolle Sicht auf den modernen Mann gemacht, von der nun mit „Das Leben geht weiter" der zweite von drei Romanen erschienen und bereits 6000 Mal verkauft ist.   Wie geht es weiter?   Der dritte Teil der Trilogie ist bereits fertig. Er wird „Schöne Grüße, Holm" heißen und im Februar 2010 in den Handel kommen. Ganz arbeitslos bin ich trotzdem nicht. Ich habe schon ein neues Buch im Kopf, für das ich mich bei einem der letzten Handgraveure im Geschäft an der Hauptstraße in Friedenau umsehe. Allein die Schaufenster scheinen, als wäre die Zeit dort in den 70ern stehen geblieben.   Herr Keidtel, dann werden wir ganz sicher auch in diesem Roman wieder einige Ähnlichkeiten mit uns bekannten Personen und Orten feststellen, denn:   Wir kennen das Geschäft längst.   Unsere Pokale für den Wettbewerb um die längste Zigarrenasche werden dort seit Jahren gefertigt.   
Er gilt als einer der Top-Winzer Wiens und müsste sich eigentlich gerade um seine Weinernte kümmern. Stattdessen ging Franz-Michael Meyer mit uns im Hafenlager der Frage nach:   Wie gut passt eine Havanna zu Weißweinen aus Österreich?   Einen weiten Anreiseweg hatte nicht nur unser Winzer. Unter unseren 21 Gästen waren an diesem Abend auch Mitglieder des befreundeten Aficionados Club Bochum. Als Begleitung vom Sekt bis hin zur Trockenbeerenauslese hatten wir eine Robaina Classico gewählt. Die Honigaromen der Havanna ließen genügend Raum für die Geschmacksnuancen im Veltliner, Sémillon, Chardonnay und Grauburgunder. Einig waren sich unsere Gäste schnell, was die hohe Qualität der ausgeschenkten Weine anging. Kein Wunder, immerhin reicht die Tradition des Weinanbaus in der Familie von Franz-Michael Meyer bis ins Jahr 1683 zurück.   Noch mehr Erfahrungen hat der Wiener in Südafrika, Australien und Neuseeland gesammelt. Was er da an Wissen mit seinen Augen „gelernt und gestohlen" hat, bringt er nun in seine eigene Produktion mit ein. Mit 700 Hektar sei Wien übrigens die größte Weinanbaufläche in einer Hauptstadt weltweit, so erzählte er uns weiter. Dort produziert der Winzer ausschließlich Weißwein, weil er findet, dass eben da seine Kompetenz liegt. Nur der Eiswein sei ihm noch nicht gelungen, weil es im Wiener „Mikroklima" schlicht nicht frostig genug wird. Stattdessen kredenzte uns Franz-Michael Meyer seine jüngste Trockenbeerenauslese „A Golden Dream", für die er die Beeren am 10. Dezember 2008 mit 170 Grad Oechsle geerntet und dann lange vergären lassen hatte.   Ein Aufwand, der sich gelohnt hat, wie viele unserer Gäste fanden. Der Sémillon gehörte neben dem Chardonnay „Francisco Miguel" und dem Grauburgunder „Platinum" zu den Favoriten des Abends. Ein Zufall sorgte dann noch für einen besonderen Abschluss unseres Tastings. Der Repräsentant des Importeurs Kohlhase & Kopp, Hans Steinhoff, hatte einen neuen Rum zum verkosten mitgebracht, der bisher auf dem deutschen Markt noch nicht erhältlich ist. Der „XO Millionario" aus Peru gilt als künftiges Pendent zum XO Zacapa, der inzwischen leider auf das Solera-Verfahren umgestellt wurde.   Nach den guten Kritiken, die der hochprozentige Peruaner unter unseren Gästen ernten konnte, wollen wir den Rum demnächst in unser Sortiment aufnehmen.    
Zigarren Herzog am Hafen hat seinen Zigarren-Weihnachtsbaum geschmückt und lädt Sie ein zur traditionellen Feuerzangenbowle am 3. Adventssontag.   Unser CdF-Mitglied Uwe Zabach wird sie in gewohnter Qualität zelebrieren. Zigarren Herzog am Hafen ist am Sonntag, 13. Dezember während der Feuerzangenbowle von 18 bis 22 Uhr geöffnet.   Die Feuerzangenbowle ist für Sie kostenfrei.   
X
Wünschen Sie eine persönliche Beratung?
Wir sind Mo.-Mi. 12:00-19:00 Uhr, Do. 12:00-22:00 Uhr, Fr.-Sa. 12:00-19:00 Uhr für Sie erreichbar.
030-290-470-15