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Dr. Maximilian Herzog nimmt mit einer eigenen Reisegruppe am diesjährigen Festival del Habano teil und wird in seinem Zigarren Blog über die Ereignisse auf den jeweiligen Veranstaltungen und über die aktuelle Lage in Kuba berichten.   zum Live-Bericht vom XI. Festival del Habano 2009 auf Kuba  
Mit Rühmann und mit Prozenten: Unsere doppelte Feuerzangenbowle Uwe Zabach hat sich als perfekter Feuerzangenbowlen-Brenner bewährt.
Bereits zum elften Mal in Folge findet vom 23. Februar bis zum 27. Februar 2009 in Havanna auf Cuba das „Festival del Habano" statt.   Dann steht die Hauptstadt wieder ganz im Zeichen der Havanna-Zigarre - des wohl bekanntesten und exklusivsten Exportproduktes der Karibikinsel. Ausrichter des Events ist die Habanos S.A., die Exportgesellschaft für Habanos. In den 11 Jahren seines Bestehens hat sich das „Festival del Habano" als absoluter Pflichttermin im Kalender der Aficionados aus aller Welt etabliert.   Traditionell bietet das Festival die Plattform für die Vorstellung der wichtigsten Habanos-Produktneuheiten eines Jahres, man denke an die Einführung der Partagás Serie P N°2 in 2005; der Short Churchill von Romeo y Julieta in 2006, der Línea Cohiba Maduro 5 in 2007 oder der H.Upmann Magnum 50 und der Hoyo de Monterrey Epicure Especial im Jahr 2008. Immer war beim Festival auch internationale Prominenz zugegen: Literaturnobelpreisträger Gabriel Garcia Márquez, die Hollywood-Schauspieler Joseph Fiennes und Jeremy Irons, Formel-1-Weltmeister Nikki Lauda oder auch cubanische Künstler wie Compay Segundo oder Chucho Valdés.Das Festival startet am Montag mit einer spektakulären Auftaktveranstaltung.   Hier werden die Gäste eine aufregende Bühnenshow erleben, in deren Mittelpunkt die Einführung einer neuen Linie der Marke Montecristo und der Cohiba Gran Reserva stehen. Bereits zum achten Mal findet der internationale Habano-Sommelier-Wettbewerb statt. Im Finale absolvieren die Wettbewerber eine theoretische Prüfung, in der sie ihr Wissen um Habanos-Marken und -Formate beweisen müssen. Anschließend erfolgt eine praktische Prüfung, die das Anschneiden und Anzünden, eine Blindverkostung und die kompetente Beratung des Aficionados umfasst.   Für die Teilnehmer des Festivals wird außerdem ein Seminarprogramm mit verschiedenen Themen rund um die Habanos angeboten. Hier kann man unter der Anleitung von Meistern dieser Kunst auch selbst Zigarren rollen. LeistungsschauEine Verkaufsmesse präsentiert allerlei Liebhaberobjekte, die das Herz des Aficionados höher schlagen lassen. Die Palette reicht von antiken Humidoren, über ausgefallene Raucheraccessoires bis hin zu Spirituosen, Kaffee und anderen kulinarischen Spezialitäten. Plantagen besichtigungenAuf Cuba wird der Tabak angebaut, der ohne jeden Zweifel zum Besten der Welt zählt. Allerdings besitzt Cuba nur wenige, ausgewählte Pflanzungen, die das Prädikat „Vega Fina" verdienen und die den Tabak produzieren, der den Ansprüchen an eine Habanos genügt. Um sich vor Ort von Habanos\' Qualitätsanspruch zu überzeugen, können die Festivalbesucher wieder Plantagen und andere Einrichtungen der Tabakindustrie besichtigen.   ZigarrenmanufakturenZu den traditionell wichtigsten Bestandteilen des Festivals gehört natürlich auch der Besuch der legendären Zigarrenmanufakturen von Havanna. Schließlich werden hier die Habanos von den Torcedores nach der Methode „totalmente a mano" (vollständig von Hand) gefertigt. Beim XI. Festival können die Teilnehmer erstmalig die völlig neu restaurierte Zigarrenmanufaktur besuchen, in der einst die Zigarren der Marke „Rey del Mundo" geschaffen wurden. Das große FinaleDie Krönung des Festivals bildet traditionell die große Abschlussgala. Über 1.000 internationale und auch prominente Gäste werden dabei sein, wenn die Preisträger der Auszeichnung „Hombre del Habano 2008" bekannt gegeben werden. Einen weiteren glanzvollen Höhepunkt bietet dann die traditionelle Versteigerung von Humidoren; diese wurden von renommierten cubanischen Künstlern gestaltet und enthalten eigens für diesen Anlass gefertigte Zigarren.   Der Erlös aus der Versteigerung kommt auch in diesem Jahr wieder dem cubanischen zu Gute.  
Edmundo im Tasting: Die verschwundene Süße von Montecristo   Es war unser letztes Tasting vor dem diesjährigen Habanos-Festival in Kuba. Deshalb fiel unsere Wahl für die Zigarre des Monats diesmal auf die Edmundo, denn immerhin soll beim großen Treffen der internationalen Zigarrenbranche und Zigarrenliebhaber eine neue Linie der Marke Montecristo vorgestellt werden. Die Zigarre für die Elferrunde unseres Tasting-Abends am 5. Februar kam aus einer unlackierten 25er Flachkiste mit dem Produktionsdatum April 2008 (BTL). Unsere Edmundo präsentierte sich so unterschiedlich, wie kaum eine andere Monats-Zigarre vor ihr.   Einige Tester beschrieben die Rollung als fest, andere wiederum als sehr weich. Den Geruch vor dem Anzünden beschrieb ein Teil unserer Runde mit Ammoniak und Kuhstall, der andere mit Vollmilch. Nach dem Anzünden lobten die einen den perfekten Zug, anderen brannte die Zigarre durch einen sehr leichten Zug zu schnell ab. Auch die ersten Züge schmeckten einigen Testern kuba-typisch süß, anderen aber vordergründig sauer, bitter und salzig. Die erste Übereinstimmung des Abends fanden wir beim Körper des Rauchs: „Vollmundig" war das einhellige Urteil. Die Aromen begegneten uns mit einem „gehaltvollen" Volumen, die wir mit Pfeffer, Lakritz, Schwarzbrot und ein wenig Caramel beschrieben.   Die anfänglichen Cacao-Noten allerdings waren einem zunehmenden Ammoniak-Geschmack gewichen. Auch das erhoffte Spiel der Aromen (Komplexität) blieb aus. So hat die Zigarre mit dem Rauchen eine unangenehme Wendung genommen. Perfekt war auf jeden Fall die Aschebildung unserer 136 Zentimeter langen Edmundo: weiß, regelmäßig gemasert und mit einer Haltbarkeit von bis zu fünf Zentimetern. Ohne zu zerfallen, ließ sich die Asche auf Zedernhölzchen spießen und bewies so ihren hohen „Collazo-Effekt". Am Ende des Tastings gaben wir unserer Edmundo eine 0,5 auf unserer Bewertungsskala zwischen -2 und +2. Ob die relativ junge Zigarre durch ein Einlagern und Ausreifen ihr Ammoniak-Aroma verliert und an Rauchdynamik zulegt, ist nicht abzusehen.   Dennoch halten wir die Zigarre für einen guten Begleiter zu einem trockenen Sherry, einem fruchtigen Weißwein oder einem Beaujolais.    
Havana-Seminar Teil 3: Zum dritten Mal trafen sich am 29. Januar die Teilnehmer unseres Havana-Seminars.   Am Ende sollte sich in einer Prüfung zeigen, wie viel Wissen die Neu-Aficionados nach den drei Abenden im Hafen mit nach Hause nehmen würden. Dass einige schon zu kleinen Profis geworden sind, zeigte sich gleich zu Beginn: Sie kritisierten einen Trainingsfilm, den kein Geringerer als der Exklusivimporteur kubanischer Zigarren nach Deutschland, 5th Avenue Products, produziert hatte.Der Film zeigte Szenen aus der Casa del Habano in der Partagas-Fabrik in Havanna. Dort wollte ein Darsteller demonstrieren, wie eine Zigarre angeschnitten und angezündet wird und rief damit glatt den Protest unserer Seminarteilnehmer auf den Plan. Denn die Zigarre sollte dabei eben weder direkt in die Flamme gehalten werden, noch sollte man an ihr ziehen.   Auch eine Stärkentabelle für die Habanos-Marken wollten wir unseren Teilnehmern nur mit Einschränkungen in die Hand geben. Dort sind etwa die Bolivar als sehr starke Zigarren eingestuft, doch die aktuelle Royal Coronas ist alles andere als das. Zur Feuchtigkeitslehre bei den Habanos sind 10,5 bis 12,5 % Feuchtigkeit unabdingbar. Zuviel, und sie wird matschig. Doch wie wirkt sich Trockenheit auf die Zigarren aus? Sind Zigarren noch zu retten, wenn sie vier Jahre ohne Humidor gelegen haben, wollte einer unserer Teilnehmer wissen. Wir gaben ihm und den anderen eine Faustregel an die Hand: Zigarren können bis zu drei Monate ohne Humidor überleben.   Bis dahin kann eine Zigarre wiederbelebt werden: im Humidor und zwar mit der dreimaligen Zeit, die sie im Trockenen verbracht hat.. Lag Ihre Zigarre also einmal eine Woche im Trockenen, packen Sie sie drei Wochen lang in den Humidor. Muß ich auch die Zigarren in Alutuben feucht lagern, fragte jemand und war dann überrascht, dass gerade dieses unbehandelte Metall eher Feuchtigkeit aufsaugt als zu bewahren. Jeder kennt das Phänomen an, das Raucher zu unrecht allzu oft in die Verzweiflung treibt: blühende Zigarren. Was bei uns etwa an einer Montecristo A aussah wie heftiger weißgrauer Schimmel, waren lediglich Kalke, Salze und Mineralien, die die Zigarre „ausgeschwitzt" hat. Das ist ein gutes Zeichen für die Nachfermentation.   Mit Hilfe eines Pinsels sieht die Zigarre schnell wieder perfekt aus. Unsere letzte Seminar-Zigarre war diesmal übrigens eine Siglo IV der Marke Cohiba, die für ihre Aromenvielfalt berühmt ist. Das war nicht nur eine Steigerung zu jeder unserer vorherigen Seminar-Zigarren (Fonseca und Partagas), sondern auch perfekt für den schwersten Teil unserer drei Abende: ein Tasting. Die zwei Seiten Fragebogen aus unseren regelmäßigen Tastings ließen einige darüber grübeln, „ob ich als Ungeübter denn diese vielen Aromen rausschmecken kann". Wir konnten beruhigen, denn es ist wie beim Weinkosten mehr eine Frage des Willens und der Konzentration als des Könnens.   Das Finale unserer Seminar-Reihe war dann die Prüfung aus 16 Fragen. Von 34 möglichen Punkten erreichten unsere Teilnehmer zwischen 27 und 13 und erhielten damit alle ein Diplom. Markus Krieg, der Beste, und die zwei punktgleichen Zweiten wurden zusätzlich noch mit einer Romeo y Julieta im Tubo belohnt. Noch lange saßen viele unserer Gäste nach Seminarende noch bei Wein und einer nächsten Zigarre mit uns zusammen.   Der Seminarleiter freute sich über den Schlussapplaus.    
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