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Ihre erotischen Portraits auf den Zedernblättchen, die die Zigarren in ihren Kisten schützen, sind inzwischen ein Markenzeichen für die Künstlerin Christine Haberstock. Mit leichtem Strich und 20er-Jahre-Anmutung zeichnet sie auf dem nicht gerade einfach zu bearbeitenden Untergrund.   Gut 100 Gäste und ein Hund waren am 11. Dezember bei der Vernissage ihrer neuen Ausstellung „Sometimes a Cigar ist just a Cigar" in unserem Hafensalon. Bei Zigarren und Wein erzählte die Künstlerin im dunkelroten langen Kleid dann auch, warum sie auf den Einlagen aus Zigarrenkisten malt. Zwar raucht Christine Haberstock selbst, aber den Anstoß gab ein ehemaliger Freund: der einstige Senator-Film-Chef Hanno Huth. Der rauchte gern und viel und hinterließ nach Besuchen bei seiner Freundin immer reichlich leere Zigarrenkisten.   Die Künstlerin gab ihnen eine neue Verwendung, denn „Zigarren und Kunst sind zwei Produkte, die gut zusammen passen". Manchmal muss Christine Haberstock das saugstarke Blatt Zedernholz anschleifen, um darauf malen zu können. Dann entstehen darauf Gesichter wie „Victoria" und „Arturo", mit und ohne Zigarre, von denen die Vorbilder mal aus ihrem Bekanntenkreis und mal aus ihrer Fantasie stammen. Die Künstlerin nennt ihre Art der Portraits schlicht „Cigar-Beauties".   Auch ein Bild von Hanno Huth ist wieder dabei, diesmal mit goldenem Hintergrund.Die in Südafrika geborene Künstlerin arbeitet gern mit ungewöhnlichem Material. So ist zum Beispiel ihr schwarz-weißes Selbstportrait, das über unserer Bar hängt, mit altem Fensterholz gerahmt. Es stammt aus der ehemaligen Moabiter Brotfabrik, die sie von ihrem Großvater geerbt hat. Dort hat Christine Haberstock auch die Hussen mit zigarrerauchenden Figuren bemalt, die nun in unserem Zigarrensalon ausgestellt sind. Einige der insgesamt 53 Werke werden übrigens zum letzten Mal öffentlich zu sehen sein.   Einige Gäste kauften gleich bei der Vernissage ihren Favoriten unter den Bildern, die nun bis zum Ausstellungsende am 15. Januar 2009 einen roten Punkt tragen. Die Preise für die zum Teil aufwendig gerahmten „Cigar-Beauties" betragen jeweils 380 Euro, alle anderen Werke kosten zwischen 250 und 4800 Euro. Für nur 25 Euro sind die von Christine Haberstock illustrierten Teelichter zu haben, die sie mit weihnachtlichen und mit erotischen Zigarrenmotiven bestückt hat.    
Spezialität aus der Ebene des Monterrey Der Ehrengast bei unserem Dezember Tasting kannte die Zigarre längst, die wir an diesem Abend eigentlich erst den neun Testern vorstellen wollten. Kein Wunder, schließlich sitzt Christoph Puszkar als Marketingchef des Exklusivimporteurs kubanischer Zigarren an der Quelle aller Neueinführungen.   In Waldshut-Tiengen unterhält seine Firma 5th Avenue Products das „Fort Knox der Habanos", aus dessen Riesenhumidor auch die neue Epicure Especial von Hoyo de Monterrey stammt. Mit 141 Millimetern Länge und 50er Ringmaß hatte Hoyo de Monterrey bisher nur vor gut drei Jahren eine Limitada auf den Markt gebracht. Mit der Aufnahme der Epicure Especial ins Portfolio reagieren die Kubaner nun auf die große Nachfrage von damals. Unsere Testzigarre am 4. Dezember war mit einem Produktionsdatum von April dieses Jahres entsprechend jung und kam aus dem 25er Cabinet.   Die 11-Euro-Zigarre zeigte sich in einem feinen, coloradofarbenen Deckblatt. Als „eher stark" und angenehm empfanden die Tester vor dem Anzünden die Intensität des Geruchs nach Kuhstall und Caramel. Ganz unregelmäßig fühlte sich die Rollung der Puro an. Sie variierte bei vielen innerhalb ein und derselben Zigarre von fest bis sehr weich. Das aber hatte keinen negativen Einfluss auf das Zugverhalten, das fast alle Tester als „perfekt" kommentierten. Bei den ersten Zügen dominierte dann die typisch kubanische Süße den Geschmack. Als „vollmundig" beschrieb nicht nur Habanos-Experte Puszkar den Körper des Rauchs. Auch das Aromenvolumen entwickelte sich bei der Zigarre gehaltvoll, flachte dann aber später ins Mittelmaß ab. Aus der Zigarre schmeckten die Tester blumige und fruchtige Noten heraus.   Die Puro veränderte ihre Rauchdynamik von anfangs mittel bis etwas stärker. Die gemaserte Asche hielt bei einigen bis zu 5 Zentimeter, was wir als mittleren Collazo-Effekt einstuften. Nur wenige Tester konnten Tabakölexplosionen am Glutrand beobachten.Am Ende erhielt die Neue von Hoyo de Monterrey eine knappe 1 auf unserer Bewertungsskala, die von minus 1 bis plus 2 reicht.   Wir finden, das ist ein gutes Fazit für eine so junge Neueinführung wie die Epicure Especial.    
Niedrige Temperaturen, hohe Prozente: Cognac, Rum & Whisky zur Zigarre Wenn es kalt wird draußen, sollte man sich von innen wärmen. Doch was ist die beste Kombination aus Zigarre und Hochprozentigem für einen Winterabend? Mit 16 Gästen stellten wir uns am 27. November im Rauchersalon am Hafen der Frage. Dafür hatten wir eine der stärksten Puros aus Kuba ausgesucht: Die Cazadores von Romeo y Julieta ist nichts für schwache Nerven und damit ein guter Partner für ebenso starke Spirituosen.   Wir testeten zur Zigarre einen siebenjährigen Rum Caney, einen Grande Champagne Cognac von Delamain („Vesper") und den Caol Ila Single Malt Scotch Whisky von Chieftain\'s, der zehn Jahre im Eichenfaß gelagert wurde und von dem im März 2007 nur 1200 Flaschen abgefüllt wurden. Caney und Cognac lagen auf jeden Fall weit vor der Kombination mit dem sehr torfigen Whisky. Bei Fragen nach der Kombination zweier Genussprodukte stellt sich immer das Problem: Wie kann die Spezifität des einen wahrgenommen werden ohne dass es das andere dominiert. Der Caol Ila ist definitiv viel zu dominant gewesen.   Am Ende aber stand das Traumpaar eindeutig fest: Der Delamain ist ein himmlischer Cognac, für manche Geniesser die Spitze, mit seinen Aromen von Bitterschokolade ist der beste (aber auch teuerste) Begleiter für die Cazadores. Für den Caney ist doch eher eine lieblichere Zigarre vorzuziehen.   *****************************************************   Ankündigung der Veranstaltung.   Bei einer kräftigen Havana und Whisky, Rum oder Cognac stellen wir uns auf die kälteren Abende des Winters ein. Wir probieren Kombinationen mit kräftigen Zigarren und Spirituosen.   Beginn: 20.00 h. bei Zigarren Herzog am Hafen, Stralauer Allee 9, 10245 Berlin. Karten á € 25,- inkl. MwSt. / CdF - Mitglieder á € 20,- (enthalten eine Havana und 2 Spirituosen).    
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