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Gold Medal 2004 gegen Gold Medal 2007: Zwei wie Tag und Nacht     Es war ein Duell der ganz besonderen Raritäten. Nur zwei Mal wurde die Bolivar Gold Medal in den vergangenen 15 Jahren in stark limitierter Stückzahl produziert: 2004 und 2007. Zwanzig Teilnehmerinnen und Teilnehmer ließen die beiden Zigarren in der Goldfolie bei unserem Tasting bei „Zigarren Herzog am Hafen“ am 23. Oktober erstmals gegeneinander antreten.   Die ersten Unterschiede zeigten sich bereits nach dem Öffnen der Kisten.   Während sich die Charge von Dezember 2004 in einem eher stumpfen und satt dunklen Deckblatt präsentierte, glänzte die Neue von Juni 2007 in einem seidigen und hellen Blatt. Zwar schien die Goldfolie glatter und damit ansprechender um die junge als um die alte Zigarre gewickelt, doch die Analyse unseres Testers und Chemikers Uwe Zabach bewies erneut, dass der optische Eindruck täuschen kann: Denn die goldene Hülle der Alten hält das Aroma besser, weil sie aus Papier mit aufgepresster Aluminiumfolie besteht. Bei der jungen Gold Medal hingegen wurde eine kunststoffhaltige Trägerfolie benutzt, auf die eine Goldfarbe lediglich aufgestrichen wurde und die damit gas- also aromadurchlässig ist.   So ist auch zu erklären, warum die alte Charge einen intensiven Geruch vor allem an der vorher mit Goldpapier umwickelten Seite verströmte, die Neue dagegen kaum.   Noch mehr unterschieden sich die beiden Chargen nach dem Anzünden, zum Beispiel in der Rollung. Die Neue war so fest, dass sich bei einigen Testern bereits im ersten Drittel große Teile des Deckblattes lösten. Auch beim Geschmack, so kommentierten die Teilnehmer, lagen „Welten“ zwischen den beiden Zigarren. Während die Alte mit havannatypisch süßen und nussigen, schokoladigen und holzigen Nuancen schmeichelte, schmeckte die Neue flach und salzig „wie eine Handvoll Erdnüsse“, mit einem bitteren und säuerlichen Unterton. Im Rauchvolumen kam die alte Charge gehaltvoll und über die gesamte Rauchstrecke ausgeglichen daher, während die Neue ab dem zweiten Drittel nur in Schärfe und Stärke zulegte.   So fanden die Teilnehmer, dass die 2004er-Charge vom Geschmack und damit vom Reifegrad „optimal“ ist, die 2007er-Charge dagegen wenigstens durch die Lagerung nur besser werden kann. Unser Fazit: Beim Kauf einer Zigarre also nicht nur auf den Deckel der Kiste schauen, sondern vor allem auf das eingebrannte Produktionsdatum an der Unterseite.   Die erste Charge der Neuauflage der Bolivar Gold Medal von 2004 ist „um Klassen besser“ als ihre junge Schwester von 2007. Da kann auch der übrigens von kubanischer Seite nicht erklärbare Preisunterschied zwischen der Neuen zu je 9,50 Euro und der Alten zu 16 Euro nicht umstimmen.    
Er gilt als bedeutendster Sammler und Mäzen der Kunst der Fünfzigerjahre: Erich Marx.   Vielleicht gerade deshalb schaute er sich am 9. Oktober auch bei der Vernissage des Österreichers NOTTO bei „Herzog am Hafen“ um. „Gut“ gefiel ihm, was er da bei einem Glas Chardonnay sah, obwohl er sich die Bilder mit den Zigarrenmotiven „nicht unbedingt ins Wohnzimmer hängen würde“. Aber da sind seine Wände ja ohnehin schon voll mit Werken von Beuys, Warhol, Rauschenberg, Lichtenstein, Kiefer… „Kunst hat ja auch nichts mit Subjektivität zu tun, sondern mit Farbe und Formen“, fand der ehemalige Bauunternehmer in diesem für ihn „ungewöhlichen Ambiente“. Denn: Der Kunstsammler ist absoluter Nichtraucher. Wohlgefühlt hat er sich dennoch, sonst wäre der 87-Jährige ebenso wie einige der anderen mehr als 150 Gäste der Vernissage wohl nicht bis weit nach 22 Uhr geblieben.   Die 25 großformatigen Bilder für seine neue Ausstellung „It’s a cigar, stupid“ sind die jüngsten Arbeiten des Künstlers NOTTO. Die meisten Motive allerdings hat er der Vergangenheit entlehnt. Da ist etwa das 22 Jahre alte Selbstportrait auf schwarzem Grund mit dem Schriftzug „Ceci n’est pas un cigare“, das er einem Pfeifen-Bild von Magritte nachempfunden hat. Wobei NOTTO auf Doppeldeutigkeit setzt, denn im Französichen steht cigare nicht nur für Zigarre, sondern auch für Kopf.   In einem anderen Portrait von Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder hat NOTTO in der Krawatte das Konterfei von Putin versteckt, und in einem Bild von Clinton und Lewinski spielt er auf die Oval-Office-Affaire der beiden an.  Für die Vernissage hatte der Künstler Wein aus seiner Heimat und den Wunsch nach Sechzigerjahre-Musik mitgebracht, weil die Doors nunmal seine Lieblingsband sind. Ansonsten aber hielt er sich an die Kunst der Roller aus Kuba und rauchte eine Punch.   Spätestens zum Ende seiner Verkaufsausstellung am 15. November will NOTTO wieder nach Berlin kommen.  
Noch nie gingen die Meinungen über eine Zigarre bei einem unserer Tastings am Ende so weit auseinander wie bei der Punch Punch von Punch.   Die 16 Teilnehmer am 2. Oktober bei „Herzog am Hafen“ gaben der Zigarre  im Corona Gorda Format aus dem 50er Cabinet alle Noten unserer Bewertungsskala von minus 2 bis plus 2. Es könnte daran gelegen haben, dass einige Tester mehr und andere weniger von dem Potential erschmeckt haben, die die Puro mit dem Produktionsdatum Juli 2006 (TBS) noch in sich hat.     Die Testzigarre bot vor dem Anzünden einen vielversprechenden Eindruck mit feinem Deckblatt, nur vereinzelten Flecken und in einem satten Colorado-Farbton. Obwohl einige einen eher festen und andere einen weichen Eindruck von der Rollung hatten, zogen bis auf zwei Zigarren alle bis zum Schluß perfekt. Vom Tabak ging ein starker, angenehmer Geruch nach Kuhstall und etwas Heu aus. Der von einigen wahrgenommene dezente Ammoniak-Geruch verrät, dass sich die Zigarre noch im Reifeprozess befindet.         Nach dem Anzünden schmeckte die Punch Punch vor allem süß. Den Körper des Rauchs schätzten dann einige schwach und andere mittelmäßig bis sogar vollmundig ein. Die Tester erkannten Aromen wie Honig, Caramel, Schwarzbrot, Holz und Erde. Nach einem leichten ersten Drittel entwickelte sich die Rauchdynamik zu mittlerer Stärke. Besonders beeindruckte die feste Aschenbildung: Bis zu 8 Zentimeter hielt sie bei einem der Tester und konnte am Ende im Aschenbecher noch mit einem Holz aufgespießt werden, ohne zu zerfallen (hoher Collazo-Effekt).     „Keine kräftige Punch, aber eine charmante Punch“, kommentierte ein Tester. Gehaltvoll sei sie, aber im Körper flach. Das wird sich ändern, wenn man die Zigarre noch mindestens drei Jahre reifen läßt. Vor allem, wenn die Punch Punch wie die von diesem Abend im 50er Cabinet lagert. Einige Teilnehmer können sich den Genuss der 9,50-Euro-Zigarre aber auch schon mit dem jetzigen, jungen Datum vorstellen. Nicht gerade am Abend und nicht mit Mojito, aber dafür „sonntagnachmittags zur Zeitungslektüre mit einem Glas süßen siebenjährigen Caneys, einem Portwein oder einem blauen Zweigelt“.     Am Ende erhielt die Corona Gorda mit 143 Zentimetern Länge und 46er Ringmaß zwar erstmal alle Noten auf unserer Bewertungsskala, doch die Tester einigten sich dann doch noch auf die Note 0.   Sie können auch von zu Hause aus am Tasting teilnehmen. Bestellen Sie hierzu einfach unser Monatstasting-Paket im Shop.  
Ankündigung.   Jeder Zigarrenfreundin und jedem Zigarrenfreund ist bekannt, dass der Rauchgenuss mit der Länge der Asche an der Zigarre steigt. Deshalb wollen wir die edle Kunst des langen Haltens von Asche fördern und die besten Raucher/innen prämieren. Es werden zwei Zigarren aus zwei verschiedenen Ländern geraucht (als blind-tasting) und die erzeugte Länge der Asche in beiden Fällen exakt ermittelt. Dem Sieger bzw. der Siegerin winkt ein toller Überraschungspreis. Zudem darf er/sie den Titel „Beste/r Zigarrenraucher/in Berlins“ vom Inhaber dieses Titels 2007/08, Dr. Henning Rosenberg, samt Wanderpokal übernehmen.   Beginn: 20.00 Uhr im Raucherzimmer von Zigarren-Herzog am Ludwigkirchplatz.Anmeldung: Karten für € 16.- inkl. MwSt. (Cdf-Mitglieder € 12.-), im Preis sind zwei Zigarren und Bordeaux eingeschlossen.   Verlauf.   Uwe Zabach ist der neue „Beste Zigarrenraucher Berlins“. Der Chemiker hat den mittlerweile sechsten Wettbewerb um die längste Zigarrenasche gewonnen, der am 16. Oktober in den Räumen von „Zigarren Herzog“ am Ludwigkirchplatz ausgetragen wurde. Die insgesamt 19 Teilnehmer versuchten dort, die Asche ihrer an diesem Abend drei Zigarren am längsten zu halten, ohne dass sie herunterfiel. Der für Deutschland einzigartige Ausscheid mag manchen skurril erscheinen, aber beim langen Halten der Asche geht es nicht nur um Jux und Tollerei. Denn Zigarren-Genuss ist schwieriger als Weingenuss. Beim Weintrinken muss man einfach nur ein wenig schlürfen.   Die Technik des Genießens einer Zigarre dagegen ist weitaus schwieriger: Man muss regelmäßig an ihr ziehen, weder zu langsam, sonst geht sie aus, noch zu schnell, sonst wird sie zu heiß, und darf beim Rauchen das Drehen der Zigarre nicht vergessen. Nur, wer das alles beherrscht, erhält eine feste und damit haltbare Asche, die wiederum für ein besseres Klima in der Zigarre und damit für das perfekte Aroma sorgt. So unterscheidet die Länge der Asche den versierten Raucher vom Laien. Für den Wettbewerb hatten wir die Zigarren mit möglichst kritischem Ascheverhalten herausgesucht, die im Humidor zu finden waren: eine Private Stock Medium Filler Panetela (146 Millimeter lang, 38er Ringmaß, 2,40 Euro) aus der Dominikanischen Republik, eine Flor de Copan Demi-Tasse (130 Millimeter lang, 30er Ringmaß, 3,40 Euro) aus Honduras sowie für das Stechen der Siegesanwärter (und alle anderen natürlich auch noch) eine Don Diego Lonsdales (163 Millimeter lang, 43er Ringmaß, 4,30 Euro), ebenfalls aus der Dominikanischen Republik.   Die zwei ersten Zigarren mussten bis zur Marke von 2/3 geraucht werden, die dritte war frei zur rauchen. „Ruhe, ein bisschen Spaß dabei und die Hand nicht verkrampfen“, so beschrieb Uwe Zabach am Ende sein Erfolgsrezept fürs Wettrauchen. Immerhin hatte er sich den Titel „Bester Zigarrenraucher Berlins“ im Jahr 2006 schon einmal geholt. Der Gewinner erhielt einen Wanderpokal und eine Romeo y Julieta Churchill. Zweitplatzierter war der Berliner Unternehmensberater Wolfgang Bosch, der mit einem Cohiba-Cigarillo-Humidor belohnt wurde. Der Berliner Fotograf Frank Wegner eroberte Platz drei und nahm eine Davidoff-Robusto-Collection mit nach Hause.   Einer der unterlegenen Teilnehmer machte schon an diesem Abend ganz deutlich, dass er beim nächsten Wettrauchen um die längste Zigarrenasche wieder dabei sein wird. Er prophezeite dem frisch gekürten Sieger: „Nächstes Jahr kriege ich dich…“ Die Idee zum Wettbewerb fand auch der Berliner Rundfunk 91,4 spannend und schickte einen Reporter, der am Ende selbst mitrauchte.   Die Sendung war am 17. Oktober in der Koschwitz-Frühsendung um 6.20 Uhr zu hören.  
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