22.07.2010 Cohiba Behike Abend bei Zigarren Herzog am Hafen weiter lesen

 

„Zu jung, aber großartig": Die einstige Cohiba-Chefin Emilia Tamayo testet mit uns die neue Behike

 

Wir mussten die letzten Ecken beim Importeur 5th Avenue durchstöbern lassen, um das Tasting mit der neuen Linie von Cohiba überhaupt möglich zu machen. Denn die Behike, die gerade erst auf dem jüngsten Festival del Habano in Havanna vorgestellt wurde, ist auf dem deutschen Zigarrenmarkt schon wieder vergriffen. Neben 45 Gästen waren Emilia Tamayo und ihr Mann Jorge unsere Ehrengäste. Tapfer übersetzte Sohn Jorgito die Worte Emilias. Beinahe zehn Jahre und damit länger als alle ihre Vorgänger und Nachfolger, leitete die ehemalige Chefin der Vorzeigemanufaktur „El Laguito" die Produktion der Cohiba. Die Behike, was in der Sprache der Taino-Indianer soviel bedeutet wie Medizinmann, ist die mittlerweile vierte Linie von Cohiba.

 

Die Behike zeichnet ein viertes Einlageblatt aus, das beim Sonnentabak die Krone bildet - allerdings nicht bei allen Pflanzen. Deshalb ist auch die Produktion der Behike begrenzt. Obwohl Emilia Tamayo den Chefsessel in der Cohiba-Fabrik schon vor mehr als sechs Jahren aus eigenen Stücken geräumt hat, nennt sie „El Laguito" nach wie vor „meine Fabrik" und entschuldigt sich fast ein wenig, dass sie die Manufaktur verlassen hat. Sie habe keine Kraft mehr gehabt, für eine so zeitintensive und verantwortungsvolle Aufgabe. Das Geheimnis des Erfolges einer Fabrik sei aber ohnehin nicht der Chef, sondern das seien die Menschen, die dort arbeiten. Das mag im Fall von Emilia Tamayo nicht 100-prozentig stimmen: Denn wann immer Emilia uns und andere Teilnehmer des Festivals in Havanna durch „El Laguito" führt, gehen auch Jahre nach ihrem Weggang noch Jubelrufe durch die Säle der Manufaktur. Ebenso gut wie unsere Freundin aus Kuba kam die neue Behike an.

 

Wir hatten uns an diesem Abend für die „schmalste" der dicken Varianten entschieden: die Cohiba Behike 52. Die neue Zigarre erntete unter unseren Gästen beste Kommentare. Nicht nur Emilia Tamayo hatte noch nie eine so starke Cohiba geraucht. Das ging auch unserem Teilnehmer Wolfgang Neider so, der seiner Zigarre aber gleichzeitig eine „große Aromenvielfalt" bescheinigte. Es sei eben keine Zigarre, die er nach seinem Frühstückkaffee rauchen würde, aber auf jeden Fall ein paar Stunden später zu einem süßlichen Rum oder Portwein. Auch über das große Potenzial, das in der noch sehr jungen Zigarre steckt, waren sich alle einig. Die Komplexität halten wir für vielversprechend, aber noch nicht für befriedigend, fünf Jahre braucht sie wohl schon noch. Als „zu jung" empfand auch Emilia Tamayo die Behike, versicherte aber: „Es ist eine großartige Zigarre." Eine der ersten leer gerauchten Behike-Kisten hatte Christian Krendl zu einer Wanduhr umarbeiten lassen, die wir an diesem Abend nach alter Tradition zu Gunsten des Kinderkrankenhauses „William Solér" in Havana versteigern ließen.

 

Daniel Mayer aus Friedrichshain ersteigerte die von Emilia Tamayo signierte Uhr und verhalf auf diese Weise zu einer Aufstockung unseres Spendenkontos um 280 Euro.  

 

 

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