20.06.2009 Das rollende Rum-Zigarren-Frühstück mit Heinrich Villiger weiter lesen

Unsere VIP-Tour zum Habanos Day 2009 n Unser Habanos Day begann schon um 6 Uhr morgens vor unserer Casa del Habano Berlin.

 

Als die 19 Teilnehmer unserer Smokers-Tour zum diesjährigen Treffen der Havanna-Liebhaber am 20. Juni in Unsleben den Bus bestiegen, war die erste Zigarre des Tages nur noch wenige Minuten entfernt. In den tiefen Lederpolstern des VIP-Gefährts von Pivotti konnten wir uns von da ab entspannt zurücklehnen und genießen, denn selbst wenn unsere Fahrt durch einen Stau gebremst worden wäre: Ohne uns hätte der Habanos Day um 13 Uhr nicht starten können. Schließlich hatten wir fünf VIP-Gäste des Events an Bord.Da war zum einen der Alleinimporteur kubanischer Zigarren nach Deutschland und damit der Gastgeber des Habanos Days: 5th-Avenue-Chef Heinrich Villiger aus der Schweiz. Nach einem Politiker-Termin am Donnerstagabend hatte er seinen Aufenthalt in Berlin einfach verlängert, um mit uns und unserem Genuss-Bus nach Unsleben zu reisen statt mit einem engen Firmenwagen von Waldshut-Tiengen aus.

 

Mit Simon Chase von Hunters & Frankau und Colin Ganley vom European Cigar Cult Journal hatten wir außerdem zwei der Hauptreferenten aus London in unserem Bus, die die Seminare über die Geschichte der Habanos-Marken und die Reifung von Zigarren halten sollten.Selbst die kubanische Diplomatie ging mit uns auf die Reise. Der Handelsrat der Botschaft in Berlin, Roberto Infante, war mit seiner Frau Maria eingestiegen. Gut, dass Bus-Vermieter Uwe Pivotti als besonderer Freund unserer Casa Berlin und von „Zigarren Herzog am Hafen" für uneingeschränktes Rauchvergnügen und mit Herrn Riese für einen tabakfreundlichen Fahrer gesorgt hatte. Denn kaum hatten wir wenige Augenblicke nach der Abfahrt die Autobahn erreicht, wurden die ersten Runden Juan Lopez Seleccion No. 2, Kaffee und Rum ausgeteilt. Dabei erzählte uns Heinrich Villiger, dass Tabak in irischen Geschäften mittlerweile schon hinter einem Vorhang versteckt werden muss, dass es Bestrebungen nach einem generellen Rauchverbot gebe, weil nun angeblich sogar die nach Tabak duftende Kleidung von Rauchern wie auch von Passivrauchern Giftstoffe verbreiten würde, und dass seine 5th Avenue mit der Preiserhöhung zum 1. Juli lediglich einer Preiserhöhung folgt, die die Kubaner bereits vor Monaten umgesetzt hatten.

 

Eine Doppelcorona später verriet uns Heinrich Villiger von einem geheimen Treffen, das er in der vergangenen Woche mit Fidel Castros ältestem Sohn Fidelito bei etlichen Gläsern sündhaft altem und damit sündhaft teurem Scotch Single Malt in Stuttgart hatte. Ob es beim Fall des Embargos in den USA dann die Partagas plötzlich zwei Mal und aus verschiedenen Ländern geben könnte, war eine Frage. Ja, meinte der „Zigarren-Baron", und versuchte für uns ein wenig Licht ins undurchsichtige Markenrecht zu bringen. Und so ganz nebenbei bewies Heinrich Villiger seinen Sitznachbarn hin und wieder seine große Liebe zu Motorrädern, deren Hersteller und Bauart der 79-Jährige im Vorbeifahren allein am Sound erkannte. Eigentlich, so bemerkte Heinrich Villiger, esse er ja nur sehr wenig zum Frühstück. Beim Büfett in unserer Bus-Küche machte er eine Ausnahme. Kein Wunder, denn was unsere Reise-Teilnehmer da an Buletten, Schnitzeln, Käsehäppchen, Kuchen und Brot mitgebracht hatten, war zumeist selbst zubereitet. Und es war zum Glück üppig bemessen: Denn spannend wie das Programm des Habanos Days fanden einige der anderen Teilnehmer auch unseren Genuss-Bus und hatten wie etwa Luzia Granacher, Herrin über das millionengroße Zigarren-Lager bei 5th Avenue, nichts gegen einen Schnitzel-Brötchen-Snack in unserer parkenden VIP-Lounge einzuwenden.

 

Um es kurz zu machen: Die Flaschen mit dem etwas älteren Rum waren bereits auf der Hinfahrt ausgetrunken, die Dreijährigen mischte unser Mojito-Meister Christian Krendl auf der Rückfahrt noch mit Eis, Minze und Limetten. Das versüßte die Abschieds-Zigarren ein wenig. Denn eines ist klar: Ohne unsere Smokers-Bus-Tour hätte uns das Zigarren-Treffen in Unsleben nur halb so viel Spaß gemacht. Deshalb endete für uns der Habanos Day 2009 auch nicht um Mitternacht mit dem Gala-Dinner auf dem Wasserschloss, sondern gut 18 Stunden später mit dem Halt unseres Busses vor unserer Casa.

 

Simon Chase und Colin Ganley reisten übrigens terminbedingt mit dem Flugzeug über Frankfurt nach London zurück. Auch Heinrich Villiger stieg für die Strecke in seine Schweizer Heimat in ein Firmenauto, nicht ohne sich am Abend noch einmal zu melden und zu betonen, wie sehr er die Reise mit uns Genießern genossen hat. Vielleicht versucht er auch deshalb, trotz seiner vielen Verpflichtungen bei unserem Hafen-Geburtstag am 4. Juli dabei zu sein.  

 

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